Trading 212 – jetzt mit Kosten?

Ist der Freihandel jetzt vorbei? Bei Trading 212 womöglich schon. Die Einführung einer Umtauschgebühr für alle FX-Trades wird immer wahrscheinlicher.

In einem Beitrag im Community-Forum von Trading 212 gab die Handelsplattform bekannt, dass ab Anfang April dieses Jahres eine geringe Gebühr von 0,15 Prozent für alle Geschäfte mit Aktien oder ETFs erhoben wird, die sich in anderen Währungen als der auf dem Konto eines Kunden befinden.

Auch wenn der angekündigte Schritt umstritten ist und vor allem bei Nutzern auf wenig Verständnis stößt, bleibt Trading 212 weiterhin einer der günstigsten Anbieter im Devisenhandel.

Die Kosten beim unmittelbaren Konkurrenten FREETRADE liegen beispielsweise dreimal so hoch. Etablierte Investmentplattformen sind zum Teil sogar erheblich teurer.

Gebührenfreie Broker waren zuletzt im Zuge des GAMESTOP-Hypes in Ungnade gefallen. Zwischenzeitlich musste damals der Handel aufgrund zu hoher Nachfrage eingestellt werden. Es wurde im Nachhinein sogar über die Integrität der Plattformen diskutiert. Vielleicht auch ein Ausschlaggeber für die jetzige Entscheidung von Trading 212.

Ob der Anbieter Nachahmer finden wird, ist derzeit noch offen. Der Schritt könnte im Übrigen als strategisch eingestuft werden. Da das Image der Gratis-Broker mehr als angekratzt ist, versucht sich Trading 212 nun auf diese Weise aus der Affäre zu ziehen.