Robinhood – News

Erst vor wenigen Monaten geriet Robinhood – der amerikanische Neobroker – massiv in die Kritik. Hintergrund war der Hype um GameStop-Aktien. Dem Unternehmen wurde unter anderem Marktmanipulation zur Last gelegt, da es die Euphorie entscheidend mit befeuerte und den Kurs somit in astronomische Höhen trieb. Außerdem drängte man unerfahrene Kleinanleger zu riskanten Handlungen, deren Gefahren nicht ausreichend beleuchtet wurden, so die Vorwürfe. Trauriger Höhepunkt in diesem Zusammenhang war sicherlich der Selbstmord eines 20-Jährigen, der fälschlicherweise von enormen Verlusten bei der Spekulation mit Optionen ausging. Den Anschuldigungen der US-Behörden möchte Robinhood mit Vergleichen entgegentreten.

Jetzt kommt die Retourkutsche!

Vor knapp zwei Wochen, auf der Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway, teilten Warren Buffett und Charlie Munger gegen die aufstrebenden Neobroker aus. Unter den Kritisierten war dabei auch Robinhood, das nach Meinung des Investorenduos als wichtiger Faktor einer Casino-Gruppe gesehen werden kann. Buffett und Munger prangerten vor allem den Zockeraspekt der Börsenapps an.

Die Reaktion von Robinhood ließ nicht lange auf sich warten. Auf der Unternehmenswebsite beklagte man, dass die beiden Gurus eine ganze Generation von neuen Anlegern beleidigt hätten. Der Broker würde die Dinge heutzutage lediglich anders tun als Buffett und Munger, von denen die Leute mittlerweile ohnehin genug hätten.