ING – News

Im vergangenen Krisenjahr rangierte die niederländische ING zu Deutschlands beliebtester Direktbank. Beinahe 10 Millionen Kunden vertrauen mittlerweile auf die Dienste des Brokers. Kein Wunder, immerhin reicht das Leistungsspektrum vom altbewährten Girokonto bis hin zu modernen Anlageprodukten. Damit werden große Teile der Kundschaft direkt angesprochen. Auch der Service sowie die günstigen Konditionen dürften zum Wachstumskurs der ING beitragen.

Bewährter Markt fällt weg!

Österreichs Bankenlandschaft wird zum Jahresende einen Verlust verkraften müssen. Die ING möchte das dortige Privatkundengeschäft einstellen. Betroffen wären derzeit über eine halbe Million Kunden. Nach mehr als zwanzigjähriger Tätigkeit in der Alpenrepublik kommt dieser Schritt für viele etwas überraschend, zumal die Mitarbeiterzahl zuletzt deutlich anstieg.

Ein Grund für die Entscheidung dürften allerdings die Fakten sein. Immerhin zählt der niederländische Broker in Österreich lediglich 50000 Hausbankkunden, also solche, die mindestens zwei Produkte gleichzeitig nutzen. Erschwerend kommt das geringe Geschäftsvolumen in Höhe von 472 Millionen Euro dazu. Für eine langfristige Perspektive ist das vielen zu wenig. Die ING wird sich nun vermutlich zunächst von ihren reinen Sparern verabschieden. Die nächsten Schritte könnten dann einen Verkauf des Privatkundengeschäfts an einen Konkurrenten vorsehen.

Geschäftskunden bleiben!

Ein Ziel der Bank sei es, die bestehenden Beziehungen in Zukunft enger auszugestalten. Das soll das Geschäft profitabler machen. Als kleiner Akteur stoße man inmitten eines gesättigten Marktes schließlich irgendwann an seine Wachstumsgrenzen, weshalb eine Neuausrichtung dringend notwendig wurde.